Ein Partygänger, Jesus Maria, nimmt in Rom die Abkürzung vom Bahnhof zum Parkplatz über ein abgesperrtes, ungenutztes Gelände. Er findet darauf Pilze, die er zu kosten beginnt und stürzt plötzlich in ein Kellerloch.
Es erweist sich als Versteck einer illegalen Flüchtlingsfrau aus Nordafrika, Kali.
Beim Sturz verletzt er sich, blutet und ist auf ihre Hilfe angewiesen. Ihm zu helfen bedeutet für sie allerdings der Verlust ihrer Anonymität.
Ein erbarmungsloses Ringen beginnt. Er appelliert an ihre Menschlichkeit, sie konfrontiert ihn mit den von Italien begangenen Kriegsverbrechen in Afrika und der Ausbeutung der Dritten Welt durch Europa.
Als Verursacher ihrer Misere stellt sie seinen Wohlstand an den Pranger und zieht ihn dafür persönlich zu Rechenschaft. Für ihn der reine Wahnsinn, schliesslich kann er nichts dafür und will ja helfen!
Ein Stück im Umfeld des globalen Flüchtlingsdramas: Was, wenn der reiche Europäer in die existenzielle Abhängigkeit einer illegal Geflüchteten gerät? Hoffnung auf Erlösung im Keller der Katakomben, als Relief der Menschlichkeit oder halluzinogener Albtraum?
Schauspiel von Volker Lüdecke
5. Mai bis 21. Mai 2023
Kali
Tina Perger
Jesus Maria
Peter Niklaus Steiner
Regie & Ausstattung
Peter Niklaus Steiner
Regieassistenz
Dominique Wild
Bühne und Video
Polytrop Intermedia
Musik
David Hohl und Moritz Widrig
Licht und Technik
Thomas von Burg
Marketing
Claudia Meierhofer
Produktion
Kaiserbühne, Kaiserstuhl 2022 / 2023
Co-Produktion
turbine theater, Langnau am Albis
